Worldbuilding

Worldbuilding ist eine Aktivität, in der man, wie der Name schon sagt, sich aus der Phantasie eine Welt erträumt. Das besondere dabei ist allerdings, dass man so gut wie möglich versucht, diese Welt im Detail zu beschreiben. Dazu können gehören, die Geschichte, die Geographie, die Wirtschaftsform, uvm., also einfach alles, was es in einer Welt so gibt oder geben könnte.

Man hat also eine Idee wie eine fiktionale Welt aussehen könnte, und schreibt dann Texte darüber, zeichnet Karten, Konzept-Skizzen, erstellt Figuren und Charaktere in dieser Welt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Meiner Meinung nach ein interessantes Hobby.

Star Wars, der Herr der Ringe, Harry Potter und so ziemlich alle Phantasiewerke, die sich nicht in der normalen Welt abspielen, fingen an mit dem Worldbuilding. Das heißt allerdings nicht, dass nicht auch du und ich und etwas zum Spaß zusammenreimen können, ohne daraus eine Vollzeitbeschäftigung zu machen oder einen Roman zu schreiben.

Hier eine Zusammenfassung einer professionellen Science-Fiction Autorin zu diesem Thema:  TOP 5 WORLD BUILDING MUST HAVES.

Ein dystopisches Beispiel – Peninsula

Es folgt ein Ansatz meinerseits, der nicht allzu tief ins Detail geht und viele Fragen offen lässt (bitte nicht die Qualität bemängeln, ich mache das auch zum ersten Mal):

Peninsula – Glück ist subjektiv

Der Staat ist das Hauptland, zu der die Peninsula – die Halbinsel – angeknüpft ist. Die Menschen auf Peninsula wissen nicht, wie es außerhalb ist, denn sie können nicht raus.
Jene die dort auf die Welt kommen, verbringen ihr Leben dort.
Es existiert keine Währung.
Es existiert keine Arbeit für die Einwohner.
Es existiert eine totale Überwachung.
Der Staat schafft und besitzt alles.
Die Menschen bekommen alles Hab und Gut vom Staat geliehen.
Der Staat kann jederzeit das Hab und Gut umverteilen. Es existiert kein persönliches Eigentum für die Bewohner von Peninsula.

Je weniger beliebt ein Mensch sich macht, desto mehr Güter bekommt er vom Staat. Je beliebter er ist, desto weniger wird ihm geliehen.

Jene, die Freunde haben, sozial und kollegial sind, bekommen keine Unterkunft, sehr wenige bis gar keine Essensrationen, keine frische Kleidung und einen seltenen Zugang zu Sanitäranlagen oder medizinischer Betreuung.

Jene, die asozial sind, andere schlecht behandeln und gar keine Freunde haben werden belohnt. Sie bekommen Häuser, Unmengen zu Essen, Kleidung uvm. Je mehr Feinde sie haben, desto mehr bekommen sie. Allerdings verbringen Sie ihre Zeit entweder damit alleine zu sein, oder den Menschen schlechtes anzutun, um entweder mehr zu bekommen, oder ihren Wohlstand beizubehalten.

Die beliebten Menschen werden aus Einfachheit halber als „Arme“ bezeichnet, die unbeliebten als „Reiche“. Allerdings besitzt, wie bereits erwähnt, der Staat alles, weshalb diese Bezeichnungen nicht treffend sind.

Es existiert keine gesellschaftliche Zwischenstufe zwischen arm und reich. Entweder man hat Freunde und soziale Kontakte und ist arm, oder man hat gar keine sozialen Kontakte und ist reich.

Dadurch enstehen sehr interessante gesellschaftliche Geflechte. Gehen beispielsweise die armen, beliebten Menschen durch ihre Not zu einem reichen Menschen, um ihn um Essen, Kleidung oder Medizin zu bitten, so gibt es zwei Optionen für den Reichen. Entweder er hilft ihnen und verliert selbst alles, oder er weist sie zurück, bzw. fügt ihnen schlechtes zu, bleibt wo er ist, bzw. wird reicher.

Während arme Menschen ihr Leid mit ihren Freunden und Verwandten teilen, haben die reichen Menschen keinen, mit dem sie ihre Zeit verbringen können. Das resultiert in einer hohen Selbstmordrate jener reicher Menschen, die nicht ein Leben in Armut, Hunger und Kälte zu verbringen wollen, allerdings ihr einsames Leben als Verhasster weiterführen können. etc. etc. etc.

Lange Rede kurzer Sinn

Ihr seht also, wie weit man das ganze treiben kann und was für eine Dimension alles annimmt, wenn man sich alles im Detail überlegen will. Es braucht nur noch einen Protagonisten und eine Handlung, das Fundament für eine interessante Geschichte ist gelegt.

Versucht es am besten mal selbst, wenn ihr bei -12 Grad zu Hause sitzt und nichts zu tun habt. Viel Spaß.

Quelle des Bildes: Eddie Mendoza

 

yahya thinks – warum nicht mal selbst schreiben?

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